Alfred Hovekamp
1. Februar 1924 - 7. September 1943

Alfred Johannes Hovekamp war das erste Kind der Eheleute Carl und Elisabeth Hovekamp (geb. Teupe),
geboren in Neuenkirchen bei Rheine am 1. Februar 1924.

Alfred Hovekamp 1925

Geschwister Maria und Alfred Hovekamp um 1927

Alfred mit seinen Geschwistern Karl-Heinz und Maria 1928
Alfred lebte mit seinen Eltern und fünf jüngeren Geschwistern auf dem elterlichen Bauernhof
am nördlichen Ortsrand von Neuenkirchen.

Elisabeth und Carl Hovekamp mit ihren Kindern im Jahr 1936
(von links nach rechts) Karl-Heinz, Konrad, Egon, Erika, Alfred, Maria

Geschwister Hovekamp, 1938 (von links nach rechts)
Konrad, Egon, Erika, Karl-Heinz, Maria, Alfred

Familie Hovekamp 1938 (von links nach rechts)
Maria, Egon, Mutter Elisabeth, Konrad, Karl-Heinz, Vater Carl, Erika, Alfred

Alfred und Karl-Heinz mit Soldaten um 1940

Familie Hovekamp 1941 nach dem Tod von Vater Carl Hovekamp (von links nach rechts)
Egon, Konrad, Erika, Alfred, Maria, Mutter Elisabeth, Karl-Heinz

Maria und Alfred auf einem Ackerwagen, 1942
Als ältester Sohn war Alfred als Hoferbe vorgesehen und erhielt eine landwirtschaftliche Ausbildung.


Abschluss der Landwirtschaftsschule am 5. Dezember 1942
Alfred dritte Reihe, dritter von links

Ende des Jahres 1942 musste Alfred Hovekamp als Soldat in die Armee eintreten
und erhielt die Wehrdienstausbildung in Sudauen Ostpreußen.

Alfred ganz vorne links
Ab Frühjahr 1943 hatte er sich dann an dem aus niederen Beweggründen geführten Krieg zu beteiligen.

Frühjahr 1943 (von links nach rechts)
Karl-Heinz, Maria, Alfred in Uniform, Egon, Mutter Elisabeth, Konrad, Stiefvater Heinrich Rexing, eine Haushaltshilfe, Erika

Maria, Karl-Heinz, Egon, Mutter Elisabeth, Konrad, Erika, Stiefvater Heinrich Rexing, Alfred


Feldpostbrief vom 6. September 1943 (Vorderseite)
Die im Brief angegebene Feldpostnummer 25482 gehörte;
(24.8.1943-5.4.1944) 4.9.1943 7. Schwadron Kavallerie-Regiment
Mitte (105)
(Georg Freiherr von Boeselager
war zu der Zeit Kommandeur des Kavallerie-Regiments Mitte)

Feldpostbrief vom 6. September 1943 (Rückseite)
Inhalt des Feldpostbriefes [sic]
"Im Osten d. 6. 9. 43
Liebe Eltern und Geschwister!
Seit einigen Tagen bin ich an der HKL
und sitze augenblicklich in einem Bunker
und schreibe diesen Brief. Hier ist verflucht
schwer was los. Heute haben wir fast den gan-
zen Tag unter Arteleriefeuer gelegen. Heute
morgen wurde unsere Schwadron im Nebenab-
schnitt eingesetzt, wo der Feind durchge-
brochen war. Über die Hälfte der Schwadron
ist ausgefallen. Unsere Pferde haben wir
auch mit. Sie stehen einige km, hinter
der HKL. Ich wollte schon vor der Abfahrt
schreiben, aber das ging nicht mehr.
Es ging alles zu schnell. Man hatte kaum
noch Zeit, alle Sachen zusammen zu
packen. Wie geht es Euch noch so? Hoffent-
lich allen recht gut. Die Ernte werdet
Ihr auch schon wohl drinnen haben.
Seit Ihr schon feste bei der Kartoffelernte?
Habt Ihr schon den Winterraps und die Winter-
gerste gesät? Hier in Russland sind die Leute alle
noch bei der Getreideernte. Wie ist in der
Heimat eigentlich die Stimmung Berühmt muss
es dar auch nicht mehr aussehen. Habt Ihr
noch nichts wieder von Ewald Nieweler und
Heini Kuhl gehört? Der Engländer ist jetzt auch
wohl in Italien gelandet. Das erfuhren
wier gestern zufällig von einem Leutnant.
Man wierd hier sonst erst alles nach 14 Tagen
gewahr oder man erfährt garnichts. Eure letzten
Briefe habe ich noch in unserem Standort erhalten.
Danach war ja bei Euch alles noch in bester Ordnung.
Jetzt habe ich noch einen Wunsch. Könntet ihr nicht
die Westfälische Tageszeitung für mich bestellen. Da
wird man dann doch etwas mehr aus der Heimat gewahr.
In der Hoffnung, dass ich gesund wieder aus dieser
Hölle rauskomme möchte ich schliessen. Es grüsst Euch
vielmals Euer Alfred."
Alfred Hovekamp starb eines gewaltsamen Todes am nächsten Tag,
dem 7. September 1943 im Alter von 19 Jahren
an der Hauptkampflinie (HKL) bei Jelnja in Russland.
(Jelnja-Dorogobuscher Operation)
Todesnachricht vom 13. September 1943


Abschrift der Todesnachricht

Karten aus Google Maps


Ganino = Danino ?
Todesanzeige

Totenzettel





Gedenktafel am Offlumer Ehrenmal
Anmerkung: Die Nachbarn Ewald Nieweler und Heini (Heinrich) Kuhl wurden ebenfalls 1943 getötet




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Sie liegen im Westen und Osten, sie liegen in aller Welt und ihre Helme verrosten und Kreuz und Grab verfällt.
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