Liebe Gäste, Freunde
Heute sind wir zusammen gekommen, um Abschied vom ehemaligen Bw Rheine R zu nehmen.
Wir konnten uns in einer feierlichen Zeremonie verabschieden. Viele Leute aus der Bw sind nicht mehr unter uns,
aber heute sind Sie bei uns. Doch wie kommen ein Junge und sein Bruder nach Rheine?
Wir schrieben 1968 einen Artikel in der Zeitung, in dem es hieß, dass im Raum Emden noch Dampflokomotiven im Einsatz seien.
Sie waren bereits 1958 von unseren Gleisen verschwunden. Angesichts der Tatsache, dass wir aus einer Eisenbahnerfamilie
stammen und daher eine Affinität zur Eisenbahn haben. Mein Bruder Joop hatte in unserem Land Erfahrungen
mit der Dampftraktion gemacht. Ich nicht, denn ich wurde 1958 geboren, als die Dampftraktion bereits verschwunden war.
Mein Vater war Maschinenbauingenieur bei der Niederländischen Eisenbahn. Er hatte zahlreiche Arbeitskontakte
mit den Stellvertretern Herrn Klein vom Bw Köln Deutzerfeld, Herrn Troche vom Aw Braunschweig und Leuten
vom Versuchsamt Minden. Allen Dampfmänner. Deshalb wurde in unserem Haus viel darüber geredet. 1968 fuhren wir nach Emden.
Wir waren erstaunt. Dort fragten wir verschiedene Mitarbeiter vor Ort, wo es sonst noch etwas zu finden gäbe.
Die gleiche Antwort kam immer Bw Rheine. Das war der Beginn einer langen Beziehung mit dem Bw Rheine.
Wir haben alles gesehen und erlebt, festgehalten auf Foto, Film und Ton. Als das Bw Rheine schon längst der Vergangenheit
angehörte, fuhren wir noch mindestens einmal im Jahr für einen Tag dorthin. Wir haben den Niedergang
in allen möglichen Phasen erlebt. Irgendwann nach 2010 sagte ich zu meinem Bruder, wir müssen etwas mit dem Material machen.
Ich werde eine Website erstellen und wir werden alle möglichen Fotos darauf veröffentlichen. Findst du einfach heraus,
welche Fotos du unbedingt gepost haben möchtest, den Rest ergänze ich. Und dass hat mein Bruder gemacht.
Dann ereignete sich eine Katastrophe, bei meinem Bruder wurde Krebs im Endstadium diagnostiziert und der ganze Plan
verschwand im Kühlschrank. Aber ich konnte nicht herausfinden, was ich damit machen sollte. Es war etwas von uns zusammen.
Dann habe ich angefangen, 2500 Fotos zu scannen. Digitalisierung von Kassetten usw. 30 Stunden Super-8-Film
die noch bearbeitet werden müssen. Dann beschlossen ich und meine Frau Gudule, daraus ein Buch zu machen.
Ich habe es auf Facebook einige Bilder aus probiert und die reaktionen waren wirklich gut. Anschließend habe ich alle Bilder
mit Photoshop weiter verbessert. Ich habe das Vorwort geschrieben und auch die Texte für die Bilder.
Jetzt nur noch ein Titel für das Buch und daraus wird Bw Rheine und die Emslandstrecke entstanden.
Meine eigene Erfahrung als Aushilfheizer im Jahr 1976 und die vielen Gespräche mit dem Wartungspersonal
brachten mir viele Geheimnisse bei, die sich gut in das Buch integrieren ließen.
Jetzt möchte ich noch etwas sagen und klarstellen. Alle Eisenbahnfreunde aus Deutschland, den Niederlanden, Dänemark,
Schweden, Belgien, Frankreich, Spanien, Portugal, England, Irland, USA und Japan haben die Stadt Rheine
und die Emslandstrecke bekannt gemacht und durch viele Übernachtungen sind viele Einnahmen generiert.
Schreiben Sie einfach Bw Rheine auf YouTube und schauen Sie zu, wie die Videos nacheinander angezeigt werden.
Und zum Schluss mochte ich dieses Buch meinem Bruder Joop und allen Mitarbeitern des Bw Rheine widmen.
Ein besonderer Dank gilt Gunter Gomola von dem ich viel gelernt habe, der leider nicht mehr bei uns ist,
und naturlich Heinz Schulte der das alles organisiert und mogelich gemacht hat. Darüber hinaus möchte ich,
dass das erste Exemplar des Buches an Fritz Todeskino geht, stellvertretend fur alle mitarbeiter des Bw,
der viel ermoglicht hat fur alle Rheine Dampffreunden aus fast aller Welt.