500 Jahre Urkunde Hovekamp von 1526 aus der Ansprache von Karl Hovekamp

Eine alte Kopie der Urkunde hängt am Baum, das Original befindet sich im Stadtarchiv Rheine
Zur Urkunde

Heinz Schulte findet es gut

auch Frau Kordfelder stimmt zu

sie überreicht ein Geschenk, danke.

Ein kurzer Überblick
Diese Urkunde, die den Hof vom Vater auf den Sohn übertrug, ist jetzt 500 Jahre alt und das Original befindet sich im Stadtarchiv Rheine
Was ist inzwischen nicht alles geschehen?
Im gleichen Jahr 1526 war die Stadtkirche St. Dionysius nach rund 120 Jahren Bauzeit vollendet.
Schon 4 Jahre später 1530 begann das Täuferreich in Münster, das auch Anhänger in Rheine hatte.
Die Wiedertäufer entfachten einen Bildersturm, dem viele historische Kunstwerke und Dokumente zum Opfer fielen.
1568 - 1648 der Achtzigjährige Krieg mit Kämpfen der Niederländer und Spanier auch im Raum Rheine.
Er endete mit der Niederländischen Unabhängigkeit.
1618 -1648 der Dreißigjährige Krieg,
der 1623 mit Besatzungen und Belagerungen in Rheine begann. 1647 der große Stadtbrand, der durch Beschuss mit glühenden Kugeln entstand.
1648 endlich der Westfälische Friede
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1803 die Auflösung des Fürstbistums Münster und Napoleonische Kriege mit anschließender französischer Verwaltung.
Ab 1815 gehörte Rheine dann zum Königreich Preußen.
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1911 muss die Familie Hovekamp wegen des Baus von Rheine-R an dieser Stelle den Hof verlassen.

In den Jahren danach ist noch viel Schreckliches passiert.
1914 - 1918
der Erste Weltkrieg
dann
1939 - 1945
der Zweite Weltkrieg mit starken Bombadierungen der Bahnanlagen und der ganzen Stadt Rheine.
Auch der Bereich der ehemaligen Hofstelle in Hauenhorst war stark betroffen.

starke Zerstörungen zeigt dieses Bild vom 21. März 1945
Quelle: Spot Number D9693, Sortie US7-68B, Exposure 4060

Vielleicht war es ein Glück, dass der Hof nicht mehr dort war?
Wie schrieb mein Großvater, der hier geboren und aufgewachsen war, doch so treffend:
"Was ein Glück oder ein Unglück ist, kann man vorher nicht erkennen. Denn eines ist oft die Quelle des andern."
So grenzt es an ein Wunder, dass die alte Urkunde viele katastrophale Ereignisse überstanden hat.
In Erinnerung an den heutigen Tag habe ich ein neues Schriftstück in doppelter Ausführung erstellt, das alle Anwesenden unterschreiben mögen.
Eine Ausfertigung für Heinz Schulte
und
eine für die hier gezeigte Abschrift der alten Urkunde.
Mögen diese Schriftstücke von nachfolgenden Generationen bewahrt werden und so auch die nächsten 500 Jahre überstehen.

Zum 500 Jahre-Jubiläum werden Urkunden mit Unterschriften verfasst.

Exemplar für Heinz Schulte

und eins für die Rückseite der alten Kopie.

Original am 18. Juni 2026 im Stadtarchiv Rheine
Vorgelegt von Nadine Münning